Außergewöhnliche Ereignisse
Waldkauz im Kamin:
Nun stellen Sie sich vor, Sie gehen wie immer in Ihr Wohnzimmer. Auf dem Weg zum Sessel streift Ihr Blick beiläufig den Wohnzimmerkamin. Dabei bemerken Sie ein unbekanntes Augenpaar, dass Sie durch die Kaminscheibe ansieht. Diese Augen gehören nicht hier hin…
So ähnlich überraschend muss es der Familie gegangen sein, der dieser schöne Wohnzimmerkamin gehört.
Dies erklärte auch bis dahin nicht einzuordnende Geräusche aus dem zum Glück unbenutzten Kamin. Beim genaueren Hinsehen entdeckten die Finder eine Eule. Tja, so kann man Eulenbesuch im Wohnzimmer bekommen.
Nun, so außergewöhnlich ist der Fall „Waldkauz im Kamin“ doch nicht. Nach Rücksprache mit einem Schornsteinfeger hier im Kreis Mönchengladbach stellte sich heraus, dass sich Dohlen häufig als Kaminbewohner betätigen. Seltener werden Tauben gefunden und ab und zu eben auch mal ein Waldkauz.
Dohlen auf dem Schornstein- potentielle Opfer
So sieht dann ein armer Waldkauz aus, wenn er wieder befreit wird
Rußig, aber noch gut beisammen. In diesem Fall ging es dem Kauz, bis auf die Zwangsdiät, noch recht gut. Nach entsprechender Nahrungsaufnahme war er wieder sehr schnell in Form und konnte frei gelassen werden.
Kaminunfällen vorbeugen:
Damit der Kamin nicht zur Falle wird, kann man entsprechende Schutzeinrichtungen installieren lassen. Sie sollten Ihren Schornsteinfeger hierzu befragen.
Gefährliche Kletten
Kaum zu glauben, aber auch Kletten können zu einer tödlichen Gefahr für Vögel werden. Im Eifer des Jagdgeschehens werden gelegentlich in Bodennähe befindlichen Kletten übersehen bzw. nicht als Gefahr erkannt. Verhaken sich diese ungünstig im Gefieder, kann der Vogel flugunfähig werden.
Nach vorsichtigem Entfernen, stellte ich fest, dass es sich nicht um eine Klette handelt, sondern um eine Frucht der Plantane
Um diesen Turmfalken von dem Grünzeug zu befreien, bedarf es einer ruhigen Hand und viel Geduld. Die Kletten dürfen nicht einfach heraus geschnitten werden. Für diesen Turmfalken habe ich eine halbe Stunde benötigt, um diese Biester aus dem Gefieder heraus zu bekommen. Die gesamte Brust war mit kleinen Pflanzenteilen verklebt.
Angekokelter Wanderfalke?
Dort, wo Raffinerien und chemische Betriebe vorhanden sind, trifft man regelmäßig auf sogenannte Fackeln/Abfackeltürme.
In den hiesigen Raffinerien/Chemiewerken dienen Fackelsysteme auch zur schnellen Entspannung in Havariefällen von Chemieanlagen, um z. B. Kohlenwasserstoffe oder andere giftige Stoffe nicht in die Atmosphäre gelangen zu lassen.
Die Flamme ist dabei fast ständig in Betrieb, im Normalfall oft fast unsichtbar und nur schwach ohne übermäßigen Druck. Und dies stellt eine besondere Gefahr für unsere Wanderfalken dar, vor allem Jungtiere erkennen die Lebensgefahr häufig nicht.
Es ist zum Beispiel schon mehrfach zu folgenden Zwischenfällen mit Wanderfalken gekommen:
Das Gefieder kann massiven Schaden nehmen, der Vogel fällt mehr oder weniger flugunfähig vom Himmel. Wenn das Tier bei der Hitze zu viel eingeatmet hat, kann es sich schwere Lungen- und Luftsackverbrennungen zuziehen, welche in der Regel tödlich enden.
diesjähriger Wanderfalke – so sah er danach aus. Sogar jede einzelne Brustfeder weist Verbrennungszeichen auf











