Gefiederdetails

Federn sind durch ihren Leichtbau fragile Gebilde und nutzen sich im Laufe der Zeit ab. Sie halten nur begrenzte Zeit und müssen regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Es kommt 1 x im Jahr zur sogenannten Mauser. Bei dieser werden die alten Federn abgeworfen und neue wachsen nach.

Das Gefieder besteht aus Großgefieder (Schwung- und Stoßfedern) und Kleingefieder (Deckfedern).

Bei Eulen ist das gesamte Gefieder sehr flauschig und fühlt sich seidig weich an. Die äußeren Handschwingen bei den Eulen sind kammartig gezähnt.

links: Waldkauzfeder, rechts Uhufeder

Dieser spezielle Federaufbau ermöglicht den lautlosen Flug. Es kommt zu keinen hörbaren Geräuschen während des Fluges und die Beutetiere können so besser überrascht werden. Eulenfedern sind in ihrem Aufbau auch wesentlich breiter als die der Taggreifvögel wie z. B. beim Falken. Falken haben sehr spitz zulaufende Federn, damit es ihnen möglich ist, Spitzengeschwindigkeiten im Flug zu erreichen. Bei Bussarden sind die Federn breiter geformt, damit diese Greifvogelart gute Möglichkeiten zum Segeln in der Luft hat.

 Wissenswertes zum Waldkauz:

Es gibt 3 verschiedene Gefiederfarben bei dem Waldkauz, nämlich grau, braun und rostrot. Die Färbung des Gefieders ist weder vom Alter noch vom Geschlecht abhängig. Die verschiedenen Farbmorphen sind ursächlich abhängig von der Anpassung an unterschiedliche Lebensräume. Das Gefieder des Waldkauzes und auch einiger anderer einheimischen Eulen weist eine rindenartige Tarnfärbung auf. Zu den Lebensräumen und der Farbmorphe wurde festgestellt, dass braune und rostbraune Waldkäuze gehäuft in den luftfeuchteren Klimazonen vorkommen. Besonders in Feucht- und Dünengebieten tritt die rostrote Variante (siehe Foto) gehäuft auf.

Waldkauz rot  Waldkauz braun

 

Wissenswertes zur Schleiereule:

Die Schleiereule ist eine Eule, die sehr helles Gefieder aufweist. Zu den auffälligsten Erkennungsmerkmalen gehört das herzförmige, weiße Gesicht. Ihre gesamte Rückenpartie und das Großgefieder ist ockergelb mit zimtbraunen Streifen gefärbt. Weiter kann man auf allen Federspitzen eine schwarz-weiße tropfenförmige Tüpfelung sehen.

Die Brust- und Bauchseite ist cremefarben bis fast rein weiß gefärbt. Die Männchen und Weibchen kann man anhand ihres Gefieders äußerlich nicht unterscheiden. Das Gefieder fühlt sich seidenweich an.

Schleiereule

Wissenswertes zum Mäusebussard:

Er ist der häufigst vorkommende Greifvogel in Mitteleuropa. Manchen Leuten fällt es schwer, einen Mäusebussard zu identifizieren, da die enormen Farbvarianten zu Unsicherheit führen. Das Gefieder von Mäusebussarden variiert stark zwischen dunkelbraun und fast weiß.

Foto: Y.Lagies

Weißer Mäusebussard auf dem Feld. Eine seltene Schönheit.

Einige Bussarde kann man aufgrund ihres auffälligen Federkleides gut wieder erkennen. Das Gefieder ist bei den meisten Bussarden auf dem Rücken dunkelbraun. Die Bauchseite ist überwiegend weiß-beige mit dunkler Bänderung und Streifen. Viele Bussarde zeigen eine Art braunes “Lätzchen”.

Die verschiedenen Farben des Bussardes haben nichts mit dem Geschlecht oder der Herkunft dieser Art zu tun.

Hier ein paar Mäusebussard Stoßfedern (Schwanzfedern) im Farbvergleich

Mäusebussard im Flug

Wissenswertes zum Habicht:

Der Habicht ist ein überwiegend waldbewohnender Greifvogel. Er ist nicht so einfach wie der Mäusebussard zu beobachten und gilt als ausgesprochener Überraschungsjäger. Das Gefieder ist beim Altvogel auf dem Rücken schiefergraubraun gefärbt. Die gesamte Bauchseite ist weiß mit einer dunkelbraunen feinen Querbänderung.

Altvogel Habicht                                     Jungvogel Habicht

Junghabichte sind bis zur ersten Mauser auf der Oberseite rotbraun gefärbt. Die Bauchseite ist in der Regel hellgelb oder beige mit einer senkrechten Tropfenzeichnung. Aufgrund der rot-braunen Farbe wird der Jungvogel vom Falkner auch Rothabicht genannt. Das Schwanzgefieder ist mit ca. 3 bis 4 dunklen Bändern gezeichnet, siehe Foto.

Habichtweib beim Flugmanöver

Wissenswertes zum Sperber:

Hier eine Gegenüberstellung des männlichen und weiblichen Sperbers und einem Jungtier. Das Brustgefieder zeigt je nach Alter, deutliche Veränderungen in der Zeichnung (Streifen oder herzförmige Tropfenbildung), sowie ein sehr schönes rötliches Brustgefieder beim Sperbermännchen Altvogel (Sprinz)

Sperbermännchen                       Sperberweibchen                           Sperberjungtier

Jungsperber sind bis zur 1. Mauser oberseits bräunlich oder braunrot gefärbt. Alle Deckfedern (siehe nächstes Foto) sind braunbeige gerandet.

Jungsperber

 

Wissenswertes zum Wanderfalken:

Der Wanderfalke ist unsere größte einheimische Falkenart. Auf den ersten Blick, ist für seine Art der auffällig  kräftige, schwarze Bartstreif zu erkennen.  Die Kehle ist beim Altvogel rein weiß gefärbt. Die Oberseite schiefergrau bis graubraun und die Bauchseite weiß und dunkelquergebändert. Die Färbung der Geschlechter ist sich sehr ähnlich.

Der Jungfalke dieser Art ist auf dem Rücken, Schwanzoberseite und Oberkopf dunkelbraun gefärbt. Der Bartstreif ist schon deutlich sichtbar aber noch nicht so tiefschwarz ausgeprägt wie beim Altvogel. Besonders auffallend ist das Bauch- und Brustgefieder. Die Unterseite der Jungvögel ist cremefarben und dunkelbraun getropft gezeichnet. Somit erscheint der Wanderfalkenjungvogel deutlich dunkler als der Altvogel.

 

Wanderfalke Jungtier

  

 Wanderfalken Altvogel im Flug

 

Wissenswertes zum Wespenbussard: 

Der Wespenbussard ist ein ausgesprochener Zugvogel und von ungefähr Ende April bis September in Deutschland zu beobachten. Er ist etwa Mäusebussardgroß, hat aber schlankere und längere Flügel als dieser. Besonders markant ist sein wunderschönes strahlendes gelbes Auge.

Portrait eines Wespenbussard-Männchens (Altvogel)

 

Individuelle Gefiederzeichnung beim Wespenbussard

Wespenbussard Jungtier

Im Vergleich kann man erkennen, dass sich die Augenfarbe vom Jungtier bis zum Altvogel noch deutlich verändert.

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