Keine Selbstversuche

Besonders bei Jungvögeln ist man schnell mit sehr viel Herz dabei und möchte den kleinen Findling am liebsten selber groß ziehen, obwohl man keinerlei Erfahrung damit hat. Hinzu kommt, dass Greifvögel unter Artenschutz stehen und nur von Fachleuten gepflegt werden dürfen. Diese Greifvogelhilfe wurde eingerichtet, um für die Greifvögel die optimale Pflege zu ermöglichen und die Finder auch vor etwaiger Strafverfolgung zu bewahren. Dies ist erforderlich, da Greifvögel in jedem Fall in fachkundige Hände gehören. Denn es gibt viele Fehlerquellen bei der Pflege und Aufzucht von Greifvögeln. Mit den folgenden Fotos möchte ich Ihnen zeigen, was passiert, wenn Greifvögel laienhaft gepflegt werden.

Wenn ein Vogel durch Selbstüberschätzung und Egoismus des Finders am Ende auf der Strecke bleiben würde und möglicherweise nie mehr in die Freiheit entlassen werden kann, wäre das sehr schlimm. Eine große Gefahr besteht vor allem bei der Fehlprägung von Jungvögeln auf den Menschen. Auch das Jagen muss gelernt werden und entsprechendes Flugtraining muss durchgeführt werden.

Turmfalkennestling mit Rachitis durch falsche Aufzuchtbedingungen – nicht überlebensfähig

 

zerstoßenes Schwanzgefieder –  zuvor 9 Tage Haltung im Kaninchenkäfig

 Mäusebussard – Schnabelverletzung durch Käfighaltung

 

 

Druckstellen (Bumble Foot) an beiden Fängen eines Mäusebussardes – Verursacht durch falsche Haltungsbedingungen

 

 eingekotetes Schwanzgefieder beim Turmfalken durch 2 tägige falsche Haltung

 misshandelter Jungfalke. Diesem Tier wurde mutwillig der Schnabel gekürzt, weil Verletzungen durch Bisse befürchtet wurden

Bei diesem Mäusebussard wurde die lebensbedrohliche Untertemperatur nicht erkannt und der völlig geschwächte, dehydrierte (innerlich ausgetrocknete) Vogel wurde dann mit Tatar zu Tode gefüttert. Er konnte nicht mehr schlucken und erstickte daran.

 

Sowas muss wirklich nicht sein !