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Foto: Wespenbussard

 

Mein Erster !

Mitte Mai kam ein Anruf, dass eine Dame einen verletzten Bussard gefunden hätte. Doch als die Dame dann mit dem Tier in einer Transportbox bei mir ankam…. Da musste ich doch wirklich staunen. Er drehte mir den Rücken zu und ich konnte nur sein Schwanzgefieder sehen und sofort erkennen, dass dies kein Mäusebussard war, wie zuerst angenommen wurde.

Es handelte sich tatsächlich um einen Wespenbussard. Ein wunderschönes Tier und selten zugleich. Ein voll ausgefärbter Altvogel, ich konnte es noch gar nicht fassen. Es war mein erster Wespenbussard und ich hielt ihn ganz stolz in der Hand.

In Bauchlage wurde das erkrankte und zugleich verunfallte Tier zu mir gebracht. Er befand sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand.

Doch er erhohlte sich zum Glück recht schnell nach intensiver medizinischer Pflege.

Der Wespenbussard ist ein Zugvogel und nur in den Sommermonaten in Deutschland zu Gast. Er lebt recht versteckt und kommt nicht sehr häufig vor. Vom Flugbild her ist er für Laien kaum vom normalen bekannten Mäusebussard zu unterscheiden.

Als absoluter Nahrungsspezialist kam dann die Frage auf, woher bekomm ich artgerechte Nahrung für diesen Vogel. Die Imkerei in Willich (www.bienenland.de) half mir sofort, Herr von den Bongard stellte mir entsprechend große Mengen Drohnenwaben zur Verfügung, damit der Patient das richtige Futter bekommen konnte.

 

Herr Vohwinkel beringte vor der geplanten Freilassung das Bussardmännchen mit einem speziellen Ring der Vogelwarte Helgoland.

Der Wespenbussard erholte sich zusehens und konnte nach ca. 2,5 Wochen wieder in die Freiheit entlassen werden.